Fest

Künstlerische Gestaltung 1
Betreut von Daniela Brasil und Hans Kupelwieser
Mitarbeit: Michael Tasch und Lola Seibt

 

Spiel wird Fest – Fest wird Arbeit – Arbeit wird Spiel nannte Johannes Itten seine Vorträge; Walter Gropius forderte im Bauhaus-Manifest eine zeremonielle Zusammenkunft der Künste. Die Idee der Begegnung und der Feier standen in den ersten Jahren des Bauhauses im Vordergrund. Feste, wie das Laternenfest, die Sonnenwendfeier, das Drachenfest und die Weihnachtsfeiern, hatte nicht nur einen pädagogischen Wert (sie wurden in Rahmen der Lehre entwickelt und in den Werkstätten gebaut), sondern sollten auch ein Gemeinschaftsgefühl unter den Lernenden, Lehrenden und der Institution Bauhaus schaffen. Dem Lag ein wichtiges Konzept Friedrich Schillers zugrunde: Der Spieltrieb sollte die Kreativität wecken. Die spielerische Verbindung von rationalem Denken und emotionalem Ausdruck wurde als Grundlage der ästhetischen Erziehung erkannt.

Basierend auf einem spielerischen Zugang, wird dieses Seminar das Konzept des “Festes” in den Kunstströmungen des 20. Jahrhundert genauer beleuchten. Dadaistische und Surrealistische Veranstaltungen, die Fluxus Performances, Yves Kleins live-paintings, Allan Kaprow’s Happenings,  Daniel Spoerris "Eat Art", Cedric Prices "Fun Palace", oder Rikrit Tiravanijas Rauminstallationen... um nur einige Beispiele zu nennen. Daraus sollen Vorschläge für die wichtigste Veranstaltung an unserer Fakultät entstehen, nämlich GAD Awards 2012. Die Gruppen werden zu den Themen Kostüme, Musik, Bühne und Essen mit den technischen Mitteln des IZK experimentelle Ergebnisse suchen. Die besten Projekte werden beim nächsten GAD Awards am 12.10.2012 realisiert. Ganz nach dem Motto Ittens: Spiel wird Fest, Fest wird Arbeit, Arbeit wird Spiel...

 

 


BÜHNE UND KOSTÜME GESTALTUNG