Me, Myself and I

Wie in der Musik kommt es auch in der bildenden Kunst oftmals zu einer Verschmelzung von eigenem Leben und künstlerischem Ausdruck. Formen der Selbstdarstellung sind vielschichtig und werden immer komplexer: Die Bereiche Arbeit und Privatleben lösen sich kontinuierlich weiter auf, Kommunikation in Geschwindigkeit von Gedankenübertragung und ständige Erreichbarkeit prägen den Alltag des beginnenden 21. Jahrhunderts. Fortwährend kommunizierende „Performer“ schaffen neben materiellen Gütern immer mehr Ereignisse und Subjektivität selbst ist zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden – nicht nur in der Kulturindustrie, sondern für die gesellschaftliche Produktion überhaupt. Wie also „präsentieren“ wir uns der Öffentlichkeit und wie nutzen wir Formen der Selbstdarstellung im digitalen Zeitalter, wo via Smartphone Fotos in Sekundenschnelle online gepostet und so mit der „ganzen Welt“ geteilt werden können?


Im Rahmen der Lehrveranstaltung Künstlerische Gestaltung 1 wurde eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität als Grundlage für selbstreflexives Arbeiten angestrebt. Mittels Fotografie, Text, Performance, Zeichnung, Video oder Skulptur wurde der Frage nachgegangen, wie sich das Subjekt durch künstlerischen Gebrauch dieser Medien entwirft und die Grenzen des Selbstbildnisses im 21. Jahrhundert ausgelotet.