Die Auflösung des Seins - ... wir, das Vergänglichste der Welt

Betrachtet man den Skulpturenpark hinsichtlich seiner wesentlichen Elemente, so finden sich drei prägende: Natur, Skulptur und Besucher/innen.


Unsere Inszenierung beabsichtigt den unscheinbarsten Bestandteil aufzugreifen und in der Formensprache des Parks bleibend darzustellen: die Besucherin, den Besucher als Skulptur selbst.


Entgegen einer Differenzierung, Abschottung oder Schwerpunktsetzung auf ein einziges Element, verbindet die Arbeit alle Bestandteile. Infolge des fortschreitenden Auflösungsprozesses endet die Installation schlussendlich wieder in der Natur der Parklandschaft, und das Erscheinungsbild des Parks kehrt quasi zu seinem Ausgangspunkt zurück.


Nach einigen Materialstudien, bei denen der biologische Abbau im Vordergrund stand, fiel die Wahl auf eine Kombination aus Holzwolle und selbstgemachtem, biologisch abbaubarem Kleister.

Die Formbeständigkeit dieser Verbindung ist für die Darstellung der menschlichen Figur ein maßgebendes Kriterium.
Die Interaktion mit den Besucherinnen und Besuchern sowie den witterungsbedingten äußeren Einflüssen der Natur führt zu ständiger Veränderung bis hin zur Auflösung. Tiere, Schimmel und der voranschreitende biologische Abbau tragen zur fortschreitenden Zersetzung bei.
Ein unaufhörlicher Prozess als Teil der Skulptur ...


Ohne Besucher/innen wäre der Skulpturenpark kein Skulpturenpark. Auch wenn es den Anschein hat, als würden uns die Skulpturen überdauern und unsterblich sein – wir sind es nicht. Die Arbeit ist eine Frage nach der Endlichkeit unserer Präsenz, der Ewigkeit der Skulpturen und der Unendlichkeit der Natur.

 

Sonja Brandstetter, Bettina Domenig, Claudia Huber, Peter Mayrhofer, Manuela Pammer