Pixel Flowers - Blumen versus Gras

Ein Meer aus pixeligen Blumen übersät eine klar strukturierte Fläche im Skulpturenpark. Durch seine auffallenden Farben – violett, rot-orange und gelb – erweckt es Aufmerksamkeit und Neugier. Dies tut es allerdings nicht nur wenn man durch den Park schlendert, sondern es kann auch sehr gut vom Flugzeug aus betrachtet werden.


Im Zuge des Projekts waren wir auf der Suche nach einem Material, welches sich im Laufe der Zeit auflösen bzw. verschwinden kann. Ein Material, welches die Eigenschaften in sich vereint, die für unsere Gesellschaft immer wichtiger werden. Aufgrund unserer Recherche entdeckten wir schließlich eine Firma in Graz, die sich die Herstellung von Bio-Netzsäcken zur Aufgabe gemacht hat. Die Netzsäcke gibt es in unterschiedlichen Farben und Größen. Wir fanden sofort Gefallen an den intensiven Farben. Nun suchten wir nach einem geeigneten
Platz für unser Pixel-Bild im Skulpturenpark.


Wir entschieden uns für eine der geometrisch geformten und eher geneigten Flächen. Diese wurde grob vermessen und daraufhin entwickelten wir mit den vordefinierten,standartisierten Größen der Bio-Netzsäcke eine stilisierte Blumenwiese aus einzelnen Bildpunkten, den Pixeln. Jedes Pixel wird aus einem farbigen Sack gebildet.


Das war alles noch recht einfach, aber als es dann an die Ausarbeitung ging, tropfte der Schweiß. Wir benötigten an die 700 kompostierbare Netzsäcke und 5,40 m³ Gartenerde. Zwei Tage füllten wir die Säcke mit Erde, platzierten sie – und so wuchs, langsam aber doch, unser überdimensionales Bild.
Nach Vollendung dieser Tat wurden über das gesamte Pixel-Bild Grassamen, sogenannte Schweineweide, gestreut. Der Prozess des Wachsen/Überwachsen konnte beginnen. Im Laufe der Zeit verschwinden nun unsere Pixel Flowers und werden somit wieder ein Teil der grünen Wiese.

 

Michaela Hubmann, Christina Maierhofer, Elise Guillemin