Spuren der Zeit - Gehend verändern

Spuren der Zeit versucht experimentell die Vergänglichkeit von Objekten zu fassen. Auf den Gehwegen innerhalb des Skulpturenparkes wurden von uns ausgesuchte Wörte eingearbeitet. Die Begriffe gehen einher mit der Assoziation zum Thema der Ausstellung, Auflösung inbegriffen: flüchtig und dahin.


An zwei unterschiedlichen Stellen im Park werden diese Begriffe in Hauptwegen positioniert, wobei einer der beiden stark frequentiert ist und der andere sich im hinteren Bereich des Ausstellungsgeländes befindet. Die einzelnen Buchstaben werden aus dem vorhandenen grauen Schotter ausgegraben und mit kontrastreichem roten Terrakotta-Ziegelsplitt wieder aufgefüllt, sodass die Wörter anfangs gut lesbar sind.
Im Laufe der Zeit passieren ständig Veränderungen durch den Einfluss von Umwelt und Mensch. Die Entscheidungen eines jeden Menschen spielen dabei eine große Rolle. Manche Personen gehen absichtlich außen an der Skulptur vorbei, andere wiederum fahren darauf, weil sie im Park arbeiten, wieder andere sind zum Beispiel Kinder, denen das Rot sehr gut gefällt und auch das Mischen ein Anliegen ist. Daraus resultiert das Ergebnis.

Das bewusste und unbewusste Spazieren über die Schotterwege führt zu einem sich ständig ändernden Erscheinungsbild. Bei bei den ausgewählten Wörtern werden unterschiedliche Veränderungen erkennbar sein, weil im hinteren Bereich des Parks die Frequenz an vorbeispazierenden Personen etwas niedriger ist als gleich in Eingangsnähe. Nichtsdestotrotz konnte bereits Mitte Juli auch bei dem etwas entfernteren dahin ein schlierenbildender
Verdoppelungseffekt des Wortes beobachtet werden.

 

Wolfgang Gruber, Carina Pammer, Christiane Riedler