…zum mitnehmen - Auflösung durch Mitnehmen, Demontieren, Stehlen

Dies ist eine Installation, die sich in ihre Bestandteile auflöst und in Einzelteilen verstreut weiterexistiert. Es ist eine Anspielung auf die Konsumgesellschaft und Mode-Erscheinungen, Kurzlebigkeit und Spaß-Gesellschaft.


Unsere Arbeit haben wir mit der Frage nach unserer Definition und den Bedeutungen von Vergänglichkeit begonnen.
Vergänglich:
Von kurzer Dauer; Auflösen/Schwinden verschiedener Dinge; biologischer Abbauprozess; Kurzlebigkeit; Erneuerung; Schwund; Schnelllebigkeit der Gesellschaft ... im heutigen Zeitalter muss alles schnell gehen; Fast Food; Take-away-Kaffee; ständige Erreichbarkeit und so weiter.


Wir interpretieren Vergänglichkeit in Form von Kurzlebigkeit – eine Skulptur, die sich zersetzt, die vergeht, weil andere sie mitnehmen. Sie löst sich in ihre Bestandteile auf und existiert in den Einzelteilen selbstständig weiter.

...zum mitnehmen – unsere Skulptur besteht aus sechs Einkaufswägen, die in der Wiese im Skulpturenpark als Block aufgestellt werden. Die Wägen sind mit Wasserbällen mit der Aufschrift „GESTOHLEN“, zur freien Entnahme gefüllt, zusätzlich steht auf den Haltegriffen der Schriftzug „zum Mitnehmen“.
Es ist ein Spiel mit der Schnelllebigkeit der heutigen Gesellschaft. Wir denken über Vergänglichkeit durch Erneuerung, Entsorgung, Konsumgesellschaft und Mode-Erscheinungen nach. Es sind keine dauerhaften, soliden Wertgegenstände, die gewartet und repariert werden, sondern kurzlebige, für den momentanen Geschmack, für die momentane Mode gemachte Accessoires.
Spaß-Gegenstände, billige Hüllen mit ständig entweichender Luft gefüllt, liegen bereit. Die Einkaufswägen ohne Geschäft, „Waren“ aus den Einkaufswägen ohne Kassa am Ende, sind eine Irritation. Zudem wirft der Aufdruck mit dem Wort „GESTOHLEN“ weitere Fragen und im Idealfall einige Überlegungen zu diesem Thema auf.

 

Johanna Binder, Carina Stabel, Elisabeth Weiss